Windenergie in Odernheim 

Seit dem ersten Beschluss des Gemeinderates, den Bau von Windenergie­anlagen auf dem Moorplacken prüfen zu lassen, sind nunmehr fast 2 ½ Jahre vergangen.  Das Projekt wurde während dieser Zeit sehr kontrovers und emotional diskutiert, umgeplant und mehrfach öffentlich vorgestellt.Wir sind froh darüber,dass nicht nur der heutige Bürgermeister seine Meinung gegenüber der Windkraft grundlegend geändert hat. Bei der letzten Bürgerver­sammlung gab es kaum noch Stimmen, die sich gegen das Projekt aussprachen. Die Stimmung in Odernheim hat sich gegenüber der Windkraft deutlich verbes­sert.

Wir sind froh über das starke Ergebnis. Obwohl sich "nur" ca. 20 % der stimmberechtigten Wähler beteiligt haben, hat sich ein eindeutiges JA ZUR Prüfung der WINDKRAFTanlagen in Odernheim ergeben (ca. 75 %).

Der Gemeinderat hat sich mittlerweile für die Lösung mit fünf Windrädern entschieden. Den Zuschlag erhielt die Firma JUWI. Die nächste Hürde ist die Genehmigung durch die Verbandsgemeinde.

 

Zur Aktion Odernheim braucht Rückenwind!

Ein Beitrag der Gruppe ZUKUNFTSFÄHIGES ODERNHEIM  

 

Windkraftanlagen -

damit Odernheim eine Zukunft hat

 

Die Windenergieanlagen sollen auf dem Moorplacken auf Flächen der Ortsgemeinde gebaut werden. Das ist für Odernheim besonders vorteilhaft, da die Pachteinnahmen von jährlich mindestens 100.000 € in unsere Gemeindekassefließt.

Derzeit übersteigen die laufenden Kosten die Einnahmen. Für Investitionen bleibt kein Geld übrig, selbst für dieSanierung von Straßen und notwendige Renovierungen der öffentlichen Infrastruktur ist kein Geld da. Die Zuschüsse fürdie Dorfentwicklung können nicht genutzt werden, da die Eigenanteile nicht bezahlt werden können.Im Wettbewerb mit anderen Kommunen, die noch Einnahmen haben, gerät Odernheim so immer weiter ins Hintertreffen,mit dem Bevölkerungsrückgang bricht auch die Infrastruktur weg. Es sind also dringend Investitionen notwendig, um dasDorfzentrum attraktiv zu halten. Dazu gehören attraktive Angebote für Gäste, Anreize für Menschen, die sich in Odernheim ansiedeln wollen, die Sicherung des Kindergarten- und Schulstandorts und Unterstützung von Dienstleistern und Gewerbetreibenden.

 

Windkraftanlagen –  

gut für unser Klima

 

Der Klimawandel verursacht schon heute für Millionen Menschen große Schäden und Kosten durch Dürren,Überschwemmungen und andere extreme Wetterereignisse. Auch auf uns kommen extreme Klimaphänomene zu, derKlimawandel wird allein die deutsche Wirtschaft enorme Summen kosten, wenn er nicht gestoppt wird. Das Ziel derdeutschen Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 50% zu erhöhen, kann nur erreichtwerden, wenn jetzt konsequent auf diese Energien umgestellt wird. Für jedes abgelehnte Windkraftwerk muss irgendwoanders weiter Kohle, Gas und Öl verbrannt werden.Viele Bürgerinnen und Bürger machen sich Sorgen, dass durch die Windenergieanlagen die Lebensqualität in unseremOrt abnehmen wird. Diese Sorgen wurden in der Vergangenheit von einigen Mitbürger/innen durch falscheBehauptungen und Übertreibungen verstärkt. Private und politische Motive waren hier oft wichtiger als die Sorge um die Zukunftsfähigkeit unseres Ortes. Darum wollen wir noch einmal auf die wichtigsten Argumente der Gegner eingehen und notwendige ergänzende Informationen und Richtigstellungen liefern.   

 

Droht den Odernheimer Bürger/innen eine Lärmbelästigung durch die WEA?

 

Windenergieanlagen werden immer wieder mit dem Verweis auf die Lärmbelästigung abgelehnt. Aber hier gibt es strenge Auflagen, in Wohngebieten dürfen Windenergieanlagen nachts nicht lauter als 40 dB(A) sein, das ist bei weitemweniger als eine durchschnittlich befahrene Straße oder das Glanrauschen nach einem starken Regen. Den Bewohnern des Heddarterhofes ist der Betreiber, die Firma JUWI, entgegengekommen und hat die Planung so geändert, dass für den Heddarterhof ebenfalls dieselben strengen Grenzwerte eines innerörtlichen Wohngebietes eingehalten werden. In Odernheim selbst werden die Anlagen mit menschlichen Ohren nicht gehört werden.

 

Was ist mit Infraschall, Diskoeffekt, Schlagschatten?  

 

Das sind Probleme, die von Windkraftgegnern immer wieder angeführt werden, um die Bevölkerung zu verunsichern. Sie sind von der Atom- und Kohlelobby gezielt eingeführt, um die Entwicklung sauberer Energien zu verhindern undhaben kein wissenschaftliches Fundament. Die Anlagen, die den sog. Diskoeffekt erzeugt haben, sind seit vielen Jahrenverboten. Der Infraschall einer Anlage ist in 100 m Nähe (wo man sich normalerweise nicht aufhält) viel kleiner als derInfraschall, dem Menschen an einer befahrenen Straße, Zugschienen oder einer Industrieanlage ausgesetzt sind. In 300 m Entfernung ist er gar nicht mehr messbar. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Infraschall beim Menschen Schaden anrichtet. Für den Schlagschatten gibt es klare gesetzliche Regelungen, der es ausschließt, dass bewohnterRaum davon betroffen ist.  

 

Ist Windenergie eine unausgereifte Technologie?

 

Um eine Technologie weiterzuentwickeln, muss sie produziert werden. In der Windenergietechnik wurden in den letzten Jahren beträchtliche Fortschritte erzielt, die Anlagen sind effizienter, sicherer und leiser geworden. Windenergiegegner argumentieren häufig mit Problemen mit Anlagen der ersten Generation, die wir heute als überwundeneKinderkrankheiten betrachten können.   

 

Bedrohen die Windkraftanlagen Zugvögel und Fledermäuse?   

 

Die Betreiber müssen in einem aufwändigen Bewilligungsverfahren nachweisen, dass fliegende Tiere durch die Anlagen nicht gefährdet werden.

 

Zerstören die Windkraftanlagen den Wald?

 

Es wird suggeriert, dass durch die Windkraftanlagen der Wald zerstört wird und die in ihm lebenden Tiere gestört werden. Das ist nicht der Fall. Der Flächenbedarf für die Anlagen ist sehr gering, im Fall der Anlagen auf demMoorplacken bei ca. 2% der Waldfläche.Erfahrungen aus anderen Waldregionen (Schwarzwald, Bayrischer Wald) zeigen, dass sich Tiere schnell an die Anlagengewöhnen. Von Spaziergängern werden die Anlagen weder gesehen noch gehört, da die Bäume Lärm- und Sichtschutzbieten. Windkraftgegner haben auch mit der Gefahr eines Waldbrandes nach einem Blitzeinschlag argumentiert. DiesesProblem ist pure Fiktion. Nirgends auf der Welt ist bisher durch ein WEA ein Wald in Brand geraten.

 

Zerstören WEA das Landschaftsbild?

 

Unsere Landschaft ist eine Kulturlandschaft. In der Vergangenheit hat sie sich immer wieder gewandelt, Wälder wurden gerodet, um Nahrung zu produzieren. Straßen, Wege, Brücken, Eisenbahnen, Neubaugebiete oder die großen Mühlen mit ihren hohen Türmen gehören heute selbstverständlich dazu, stellten aber, als sie gebaut wurden, wichtige Veränderungen im Landschaftsbild dar, die für uns heute selbstverständlich dazugehören.  

Der Ausbau der regenerativen Energien ist heute aus vielen Gründen notwendig, in wenigen Jahren werden die WEA zu unserer Kulturlandschaft dazugehören und viele werden sie sogar als schön empfinden, weil sie Symbole für eine saubere Zukunft sind.

 

Zerstören Windkraftanlagen die Potentiale für Tourismusentwicklung?

 

Diese Frage ist gut wissenschaftlich erforscht, da in vielen touristisch gut entwickelten Regionen Windenergieanlagen (Nordsee, Schwarzwald, Bayrischer Wald) gebaut wurden. Alle Untersuchungen zeigen, dass sie nicht zu einem Besucherrückgang führen. So konnte unser Nachbarkreis, der Donnersbergkreis, der in den letzten Jahren sehr stark aufden Bau von Windkraftanlagen gesetzt hat, die Zahl seiner Bettenbelegungen deutlich steigern.   

 

Odernheim braucht ein Konzept zur Entwicklung seiner touristischen Potentiale und Investitionen, die unser Dorf für Gäste attraktiv machen. Derzeit gibt es dafür kein Geld.

 

Müssen wir uns Sorgen um unsere Immobilienpreise machen?

 

Ja, das müssen wir, aber das liegt nicht an den Windkraftanlagen, sondern daran, dass die Zahl der Bewohner/innenzurückgeht, die Wirtschaftskraft unserer Gemeinde gering ist, die Infrastruktur nicht mehr konkurrenzfähig ist und wirim Wettbewerb mit anderen Gemeinden (um Einwohner und Investoren) abgehängt werden. Nur Investitionen in dieAttraktivität des Dorfes können dies abwenden. Die Windkraftanlagen bieten hierfür eine einmalige Chance. Es gibt keinen Ort, an dem Windkraftanlagen sich auf die Immobilienpreise nachweislich negativ ausgewirkt haben. Stattdessen müssen sie gelegentlich als Sündenböcke dafür herhalten, wenn sich Häuser oder Grundstücke als unverkäuflich erweisen, weil der Bedarf falsch eingeschätzt wurde oder schlecht geplant wurde.

 

Liebe Odernheimer Mitbürger/innen!

 

Bei Volksabstimmungen setzen sich häufig die Gegner eines Projektes durch, weil die Befürworter einfach zuhausebleiben. Wer sich gegen die Windenergieanlagen ausspricht, muss auch Verantwortung für Konsequenzen übernehmen:für Jahrzehnte leere Kassen und Investitionsstopp, Zerfall des Ortskerns, Wegbrechen der Infrastruktur, die unser Dorfheute lebenswert macht.  

Es ist immer leichter, gegen etwas zu sein als sich den schwierigen Herausforderung der Zukunft zu stellen. Nehmen Sie an der Bürgerberfragung teilen und stimmen Sie für die Windkraftanlagen. 

 

Odernheim braucht RÜCKENWIND!   

 

 

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